Liebt eure Kinder

Das ist nur ein kleiner Appell an all die Mütter und Väter, die durchs Internet düsen. Einfach an alle, die mit Kindern in Berührung kommen.

Die mangelnde Liebe

Ich hatte schon immer so eine soziale Seite, verbunden mit einem großen Gerechtigkeitssinn. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr so richtig gemeine Eltern auf der Straße seht, die ihre Kinder irgendwie schlecht behandeln? Kurz: Hartz 4 Asi- Familien. Ich schreibe extra asi dazu, denn es gibt auch Familien die Hartz 4 beziehen müssen, die natürlich nicht so sind. Aber ihr wisst, welche ich meine. Generation: Familien im Brennpunkt. Oder: Frauentausch. Also kennt ihr dieses Gefühl? Wenn euch alle Haare zu Berge stehen? Jedenfalls habe ich das immer, wenn ich so etwas sehe. Und ich habe dann auch noch den Drang auf diese Menschen zu zugehen und die anzumeckern. Würden diese zu weit gehen, würde ich das auf zu 100% machen. Glaubt ihr nicht, dass diese Kinder nach Zuneigung nur schmachten? Wie deren Eltern nach Kippen… Es ist eine Katastrophe!

Jede Frau die gerne Mutter ist, macht sich schon beim ersten Atemzug ihres Kindes Gedanken über die Zukunft dessen. Auf einmal ist man ständig besorgt. Wird mein Kind ein gutes Leben haben? Wird er/ sie eine gute berufliche Ausbildung haben? Wird er/sie vor schlechtem Einfluss verschont? Und und und…

Worauf ich eigentlich hinaus will, ist eine kleine Schlussfolgerung, die sich irgendwann in einem Gespräch mit einer Freundin ergeben hat. Warum geraten Kinder vom Weg ab? Und warum kommen sie nicht irgendwann wieder zur Vernunft? Vom Einfluss der Freunde, zu Scheidungskindern kamen wir am Ende allgemein formuliert darauf, dass es die Liebe sein muss. Die Liebe scheint der Grund zu sein, warum Kinder abrutschen oder sich wieder fangen. Nein falsch. Der Mangel an Liebe.

Über meine Jugend

Noch mal ein Input über mich: Ich war auf einem Gymnasium bis zur 12. Ich habe mich immer irgendwie so durchgeboxt und war ein faules Stück. Von meinen Eltern verwöhnt. Und ohne Grenzen gelebt. Ja. Türkin. Und ohne Grenzen. So etwas gibt es auch. Ich habe meiner Mama das Leben zur Hölle gemacht. Nicht beabsichtigt, ich war einfach überfordert mit meinen Gefühlen. Alles die verdammten Hormone schuld. Kurz gesagt, ich war so ein Kind, über das ich sagen würde: „Hoffentlich werden meine Kinder nicht so.“ Na ja… In meinem Leben habe ich viele Menschen kennengelernt und sehr viel gesehen. Es gab auch nicht so schöne Momente in meiner Laufbahn, aber das wichtige hierbei ist, dass es nicht an meinen Eltern lag. Hauptsächlich. Vielleicht lag es daran, dass ich nie ein „Nein“ zu hören bekommen habe, aber sonst haben meine Eltern mir nie, nie, nie und nochmals nie etwas böses angetan. Also lag es an mir. Ich wollte alles sehen, als ausprobieren und alles kennen. Zurück zum Punkt: Ich kannte viele Menschen. Viele Menschen führten zu viel Lebenserfahrung und viele unterschiedliche Menschen zu sehr viel Menschenkenntnis.

Es sind auch mal Dinge passiert, die ich heute immer noch gerne ungeschehen machen würde. Weniger wissen und weniger sehen bedeutet weniger Kopfschmerzen. Jedoch wie habe ich es geschafft auf die gerade Bahn zu kommen? Heute weiß ich es. Es war reine Selbstdisziplin. Wenn mir schon niemand Grenzen setzte, musste ich mir selbst diese Grenzen geben. Aber warum? Warum habe ich es getan? So viele Aspekte, aber viele Wege führen nach Rom. Mein Rom war meine Familie. Ich hatte immer meine Eltern im Hinterkopf. Meine Mutter die mich jedes Wochenende um 1 Uhr, um 3 Uhr oder um 6 Uhr morgens anrief, um zu wissen wie es mir geht, um zu wissen, ob es mir gut geht. Die Frau, die ich täglich terrorisiert hatte, rief mich jedes Mal an. Es gab keinen Tag, an dem sie es nicht tat. Die Frau, die ich ständig angeschrieen hatte, schlief diese Nächte nicht. Jahre lang. Für mich. Dieses unerträgliche, pubertierende Monster. Tja, und auch wenn man ein Scheißkind ist, und diese Art seiner Eltern 500 Mal versucht zu ignorieren, bleibt man ein Kind. Ein menschliches Wesen mit einem Gewissen. Irgendwann hatte ich Schuldgefühle. Es gab einen Tag an dem meine Eltern heulend vor mir saßen und Angst hatten, dass ich nicht klarkomme. Ich glaube, es war dieser Tag, der mir meine Augen öffnete.

Ich kann euch sagen DAS ist Liebe. Ich rede hier nicht von Umarmungen und Küsschen. Das ist auch ganz schön, aber ich rede von Liebe die nicht physisch ist. Diese Liebe lebt man. Da ist dieses Band zwischen dir und deinen Eltern. Dieses Band, das euch für immer verbindet. Ich habe mich immer so sehr dagegen gewehrt. Ich wollte kein Band. Ich wollte nur mir selbst gehören. Aber irgendwann begriff ich dieses schöne Gefühl. Endlich verstand ich, wie wertvoll Liebe war. Dass man durch Liebe aufblüht und mit ihr einfach so viel erreichen kann.

Unsere Rolle als Eltern

Und jetzt zu uns Eltern… Kinder brauchen sie. Sie zehren nach Liebe. Wusstet ihr…? Dass man ein Baby die ersten Monate mindestens 4 Stunden am Tag auf dem Arm für das Urvertrauen tragen (Hier mehr dazu). Ist dieses Wort nicht schön? Urvertrauen. Wie viel Gewicht auf diesem Wort lastet. Wenn du es schaffst als Mutter und als Vater deinem Kind dieses Gefühl zu geben, dass hast du doch schon alles erreicht. Dein Kind sucht nicht schon mit 11 Jahren  bei irgendeinem Jungen Geborgenheit. Warum auch? Ein Kind wird in seiner Pubertät scheiße bauen, da kommt keiner von uns drum rum, ABER durch eure Basis von Halt und Zuneigung wird das Kind auch wieder klarkommen. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Glaubt an euch und liebt eure Kinder! Zeigt ihnen, wie wertvoll sie sind. Das geht an uns alle. Beispiel: Wenn Sonntag ist und ihr einfach faul sein wollt, okay, gönnt euch ein paar Stunden, aber quält eure Kinder mit Familientagen. Lasst sie meckern, lasst sie schimpfen. Heute schaue ich gerne auf diese Tage zurück. Liebt eure Kinder! Schützt sie vor all dem Bösen da draußen, so gut wie ihr nur könnt und gebt ihn Selbstvertrauen mit auf den Weg. Selbstvertrauen ist der Grundstein für das „Nein“ eines Kindes. „Nein, fass mich nicht an.“ „Nein, ich brauch keine Kippe.“ „Nein, pack die Drogen wieder ein. Ich bin auch ohne glücklich!“ Und noch etwas liebt euch selbst und liebt euren Partner. Zeigt euren Kindern wie man liebt. Das ist meine Wahrheit über die Liebe zu unseren Kindern.

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