Kind und Uni: Und ob!

Stress… Stress… Stress…

Die Uni hat wieder begonnen und der Alltagsstress bekommt eine weitere Disziplin. Meist sind Menschen erstaunt, wenn sie hören, dass man während des Studiums geheiratedt hat. Diesen Menschen binde ich gar nicht erst auf die Nase, dass ich einen einjährigen Sohn habe.

Wenn wir ehrlich sind, haben die meisten Mädels Angst davor Kinder zu kriegen.

Und eins für die Herrenwelt da draußen: Frauen haben genauso Schiss vorm heiraten wie ihr! Der Unterschied ist, dass wir uns das nicht anmerken lassen. Als wenn keine Frau denkt: Mach ich das Richtige? Oder schaff ich das? Mein Leben lang mit ein und derselben Person. Ja, wir freuen uns darauf zu heiraten, aber fragt mal eine enge Freundin wie es ist, kurz davor. Panik in den Augen aller Frauen. Kleiner Scherz, jetzt hab ich übertrieben. Aber die Angst vor Verantwortung und davor zu versagen, die haben wir auch!

Organisation- Das A und O

Aber jetzt zum Kinder kriegen, denn hier ist die Angst noch größer. Wie mach ich das bloß? Kind und Uni und Mann und Haushalt und und und… Also wenn man ehrlich ist, irgendwas bleibt immer auf der Strecke. Bei mir ist es momentan der Haushalt. Ich hab aber auch noch nicht die perfekte Routine drin. Also der Schlüssel zu allem: Zeitmanagement! Ohne einen ordentlichen Zeitplan funktioniert schon mal gar nichts. Für alle die darin gut sind. Ich bin darin scheisse, also mach ich es nach Gefühl, deswegen das Chaos… Der nächste wichtige Punkt, eigentlich noch wichtiger als die Planung: Unterstützung! Sei es euer Mann, der mal euer Kind übernimmt, weil er später aus dem Haus muss, die KiTa, die für arbeitende Mütter/Väter lebensrettend ist oder aber die Familie, die manchmal die Rolle der KiTa übernimmt. Bei uns ist es meine Schwiegermutter. Ich wünsche jedem so eine hilfsbereite Schwiegermutter/ Mutter. Die Frau ist der Wahnsinn! Da unser Kleiner erst ab August in den Kindergarten kommt, ist er von Di- Do zu ihr. Ich meine, wenn es nach ihr ginge, wäre er auch noch die weiteren 4 Tage der Woche bei ihr. Ohne ihre Unterstützung würde ich noch ein Semester aussetzen müssen. Also wenn man keine Tagesmutter hat oder keinen Tagesstätte, dann muss man auf die Familie zählen können. Vielleicht ist aber auch die Nachbarin diese Person oder aber eure beste Freundin. Aber der Schlüsselbegriff ist hier: Unterstützung. Leute, habt echt keine Angst, dass ihr euer Leben verliert, oder nie wieder frei seid. Ja, also aller Anfang ist schwer! Und am Anfang braucht jedes Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit der Mutter, ABER nehmt euch die Zeit. Es sind doch nur ein paar Monate eures Lebens. Die Arbeit läuft nicht weg, ihr werdet durch euer Kind nicht behindert, denn es gibt hier in Deutschland immer eine Lösung. Babys können mittlerweile mit 4 Monaten in die KiTa gegeben werden. Was wollt ihr noch?  Macht euch nicht verrückt. Alles spielt sich ein und man macht sich zu viel Stress bevor es passiert ist. Es ist wie mit der Panik vor der Hochzeit, total unnötig. Die Beziehung läuft so weiter wie vor der Ehe. Keiner hängt dir einen 100 kg Betonklotz um den Hals.

Meine Wahrheit

Klar ist es einfacher, wenn man nicht alles planen muss oder man 30Min länger schlafen kann als mit Kind, okay. Aber mein Gott, man bricht sich nichts, wenn es halt etwas früher aus dem Bett geht. Was ich sagen will: für alle, die Angst davor haben. Habt sie nicht. Es ist wie mit allem im Leben. Vorm ersten Mal hat man immer Angst. Das erste Mal Fliegen. Der erste Kuss. Die erste Achterbahnfahrt. Der erste Besuch bei seiner Familie. Aber wenn man sich drauf einlässt, merkt man, dass es gar nicht so schlimm ist. Überwindet eure Ängste und das im Bezug auf alles!

Auch wenn das Wetter nicht mitspielt: Schönen Tag noch 💋

Advertisements

A Hint of 18 again…

Die Sonne scheint. Die ersten Sonnenstrahlen kommen durch die deutsche Wolkendecke. Endlich wird es warm! Die Autofenster werden während der Fahrt geöffnet und die Musik etwas lauter als sonst gedreht. Die Sonne kitzelt deine Augen durch die getönten Gläser deiner Brille. Man fühlt sich doch direkt besser wenn die Sonne scheint, oder nicht? Ich fühle mich auf jeden Fall besser. Dieses Gefühl von frei sein… Und dann plötzlich: „Anniii“. („Anni“, weil er „Anne“ nicht sagen kann/möchte). Die Stimme meines Sohnes. Und wieder zurück in die Realität. Doch nicht alleine im Auto. Die Musik wieder leiser drehen und schauen, was der Kleine will. Als Mutter gehen die egoistischen Bedürfnisse des Menschen total unter und seien wir ehrlich: heutzutage werden wir vom Egoismus geleitet. Alles Alleine. Das Individuum steht immer an erster Stelle. Heterogenität. Was ist heute schon die Gemeinschaft wert? Sie hat sogar einen negativen Beigeschmack seit der NS-Zeit. Bis zum Tag, an dem man Mutter wird… Es ist einem nicht bewusst, bis das Kind wirklich da ist. Fast nie alleine. Stetig ein Würmchen, das dich braucht und etwas will. Ich will mich nicht beklagen. Ich würde dieses Gefühl niemals eintauschen. Für nichts und vor allem für niemanden auf der Welt. Es gibt nur einen kleinen, nein, winzig minimalen Haken. Der Wunsch ab und zu wieder ein Individuum zu sein.

Youth

Am Samstag war einer dieser ersehnten Tage. Ich war mit der Nichte meines Mannes und ihrer Freundin etwas trinken. Auf einmal fand ich mich zwischen „Was los, Diggah?“ und „Er hat das Telefon in der Hand und verpetzt dich“ wieder. Zwischendurch ein paar Verfluchungen auf Türkisch und viel Gelächter. Was für ein Gefühl. Einfach sinnlos chillen und über Gott und die Welt reden. Nicht über Windeln, Koliken und „Was koche ich heute?“.  Es wurde gelästert und viel über die bevorstehende Zeit philosophiert, denn mit 18 hat man die  ganze Zukunft noch vor sich. Jetzt kommen die Jahre, die das ganze Leben prägen und verändern. Welchen Beruf wähle ich? Werde ich heiraten? Wann werde ich heiraten? An welche Uni gehe ich? Lebensentscheidende Fragen. Wähle ich die Karriere? Oder doch einen Beruf, der sich mit Familie verbinden lässt? Eins hat sich auf jeden Fall nicht verändert: Das Spiel zwischen Jungs und Mädchen. Dieses Hin und Her. Ihr wisst, was ich meine. Für einen Moment konnte ich all meine Verantwortung  von mir lassen und entspannen. Einfach nach hinten lehnen und die Geschichten genießen. Wie gesagt:   Viel Gelächter.

Meine Wahrheit

Jeder, der diese Verantwortung kennt und dieses gestresste Mamileben, weil dich dein Kind auch so fordert: Gönnt es euch einfach mal nicht Mama oder Ehefrau zusein. Trefft euch mit euren Mädels und gönnt euch!