A Hint of 18 again…

Die Sonne scheint. Die ersten Sonnenstrahlen kommen durch die deutsche Wolkendecke. Endlich wird es warm! Die Autofenster werden während der Fahrt geöffnet und die Musik etwas lauter als sonst gedreht. Die Sonne kitzelt deine Augen durch die getönten Gläser deiner Brille. Man fühlt sich doch direkt besser wenn die Sonne scheint, oder nicht? Ich fühle mich auf jeden Fall besser. Dieses Gefühl von frei sein… Und dann plötzlich: „Anniii“. („Anni“, weil er „Anne“ nicht sagen kann/möchte). Die Stimme meines Sohnes. Und wieder zurück in die Realität. Doch nicht alleine im Auto. Die Musik wieder leiser drehen und schauen, was der Kleine will. Als Mutter gehen die egoistischen Bedürfnisse des Menschen total unter und seien wir ehrlich: heutzutage werden wir vom Egoismus geleitet. Alles Alleine. Das Individuum steht immer an erster Stelle. Heterogenität. Was ist heute schon die Gemeinschaft wert? Sie hat sogar einen negativen Beigeschmack seit der NS-Zeit. Bis zum Tag, an dem man Mutter wird… Es ist einem nicht bewusst, bis das Kind wirklich da ist. Fast nie alleine. Stetig ein Würmchen, das dich braucht und etwas will. Ich will mich nicht beklagen. Ich würde dieses Gefühl niemals eintauschen. Für nichts und vor allem für niemanden auf der Welt. Es gibt nur einen kleinen, nein, winzig minimalen Haken. Der Wunsch ab und zu wieder ein Individuum zu sein.

Youth

Am Samstag war einer dieser ersehnten Tage. Ich war mit der Nichte meines Mannes und ihrer Freundin etwas trinken. Auf einmal fand ich mich zwischen „Was los, Diggah?“ und „Er hat das Telefon in der Hand und verpetzt dich“ wieder. Zwischendurch ein paar Verfluchungen auf Türkisch und viel Gelächter. Was für ein Gefühl. Einfach sinnlos chillen und über Gott und die Welt reden. Nicht über Windeln, Koliken und „Was koche ich heute?“.  Es wurde gelästert und viel über die bevorstehende Zeit philosophiert, denn mit 18 hat man die  ganze Zukunft noch vor sich. Jetzt kommen die Jahre, die das ganze Leben prägen und verändern. Welchen Beruf wähle ich? Werde ich heiraten? Wann werde ich heiraten? An welche Uni gehe ich? Lebensentscheidende Fragen. Wähle ich die Karriere? Oder doch einen Beruf, der sich mit Familie verbinden lässt? Eins hat sich auf jeden Fall nicht verändert: Das Spiel zwischen Jungs und Mädchen. Dieses Hin und Her. Ihr wisst, was ich meine. Für einen Moment konnte ich all meine Verantwortung  von mir lassen und entspannen. Einfach nach hinten lehnen und die Geschichten genießen. Wie gesagt:   Viel Gelächter.

Meine Wahrheit

Jeder, der diese Verantwortung kennt und dieses gestresste Mamileben, weil dich dein Kind auch so fordert: Gönnt es euch einfach mal nicht Mama oder Ehefrau zusein. Trefft euch mit euren Mädels und gönnt euch!

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